Rafael Prudente stellt kurz vor Ende Spielverlauf auf den Kopf

„Eigentlich muss ich mich zuerst beim Gegner bedanken und dann bei meiner Mannschaft“, sagte Ingo Hecht mit einem Augenzwinkern nach Spielende. Nur drei Torschüsse hatten die Werderaner während der gesamten neunzig Minuten plus Nachspielzeit, aber am Ende drei glückliche Punkte. Oranienburgs Trainer Enis Djerlek konnte gar nicht begreifen das seine Mannschaft die Begegnung verlieren konnte. Wir hatten achtzig Prozent Ballbesitz und gefühlte zwölf Tormöglichkeiten, darunter sechs Hundertprozentige, aber nach Spielschluss stehen wir mit leeren Händen da“, war Enis Djerlek sichtlich geschockt. Bereits zur Halbzeit hätten die Gastgeber mit vier bis fünf Toren vorne liegen müssen, doch Miguel Unger(7.), Rico Eichstädt(11.), Marc Moldenhauer(30.), Tim Witte(35.) und Pascal Eichhorst(44.) vergaben leichtfertig oder scheiterten am guten Schlussmann Marc-Philipp Zuch. Auch in der zweiten Spielhälfte das gleiche Bild. Oranienburg legte alles in die Offensive, Werder verteidigte mit jedem Körperteil und mit viel Glück. So setzte Tyren Kherraz gleich in der 48. Minute einen Schuss knapp neben das Tor und der agile Miguel Unger(53.) scheiterte wiederum am glänzend parierenden Keeper Zuch. Den ersten Abschluss für Werder hatte dann Rafael Conrado Prudente in der 56. Minute, doch sein Schuss aus zwanzig Metern ging weit über das Tor von Sven Roggentin. Dann wieder großes Glück für die Blütenstädter, als Rico Eichstädt(59.), der in der letzten Saison noch für Werder kickte, völlig frei stand, aber den Ball in die Arme von Zuch beförderte. Für den zweiten Torabschluss der Gäste zeichnete Felix Nachtigall nach einer Stunde, ohne aber Torwart Roggentin ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die Gastgeber ließen aber nicht locker und drängten weiter auf den Führungstreffer, den Pascal Eichhorst in der 63. und 73. Minute auf den Fuß hatte. Dann die 85. Minute. Werder setzte zum Konter über die rechte Seite an, wobei ein langer Ball zu Sebastian Schenk gelangte. Der passte genau in den Lauf von Rafael Conrado Prudente, der wiederum Keeper Roggentin ausspielte und zum vielumjubelten 0:1 abschloss. Fast wäre die Freude über die mehr als glückliche Führung nur von kurzer Dauer gewesen, da Oranienburg im Gegenzug die nächste Großchance hatte, aber Torwart Zuch den Ball im letzten Moment zur Ecke abwehren konnte. Nun wollte Werder den zweiten Saisonsieg nicht mehr aus den Händen geben und verteidigte die knappe Führung bis in die vierte Minute der Nachspielzeit. WERDER: Zuch – Leimbach, Teichmann,Suchacek, Blondzik – Harjehusen, Nachtigall, Moryson(64. Wallroth), Garcia(46.S. Schenk), Conrado Prudente, Weißfuß(74.Becker)
Trainer: M. Nitzsche/I. Hecht
Schiedsrichter: Tobias Collin (Templin) – z.Z. 145
Tore: 0:1 (85.) Rafael Conrado Prudente

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